Thilo Hagerdorff

„Vertrauen ist immer leichtsinnig”: Dr. phil. Thilo Hagendorff über Vertrauen im Netz

Unter dem Hauptthema „Solidarität und Vertrauen in der Kommunikation“ referierte Dr. phil. Thilo Hagendorff von der Universität Tübingen über „Vertrauen im Netz“. Hierbei sprach er von einer „Misstrauenskultur“ als direkte Folge der Snowden-Affäre. Nach Hagendorff wird Vertrauen von Unsicherheiten unterdrückt, da Risiken ignoriert und Annahmen getroffen werden. Demnach ist „Vertrauen immer leichtsinnig“ und Misstrauen kann insbesondere in Bezug auf Politik sehr wichtig sein. Die entstandene „Misstrauenskultur“ hat allerdings insbesondere für Unternehmen weitreichende Folgen. So erlitten verschiedene Cloud-Anbieter Milliardenverluste, da Anwenderzahlen sanken und Kosten für den Versuch entstanden, Vertrauen wiederaufzubauen. Misstrauen kann ebenfalls auch für PR-Strategien verwendet werden. Beispielsweise tritt Threema somit in Konkurrenz zu WhatsApp. Im weiteren Verlauf sprach Hagendorff von dem Phänomen der „Selbstzensur“. Nutzer verzichten beispielsweise auf das Informieren über Thematiken, um ihre Identität zu schützen. Eine andere Möglichkeit wäre stattdessen, das Thornetzwerk für Suchanfragen zu verwenden. PAULA BÖSE

Leave a Comment

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>